Lisa Kranzusch, die von Mai bis August 2007 ihr Auslandssemester an der Hawai’i Pacific University verbrachte, studiert in Ihrem letzten Semester Tourism & Event Management am EBC Hamburg.
Am Anfang, erklärt Lisa, war es ein bisschen verwirrend
auf dem Main Campus der Hawai’i Pacific University (HPU). Die Hörsaale sind nämlich über mehrere Straßen verteilt und der Campus ist nicht gerade klein. Um die Anforderungen der Kurse zu meistern, muss man bereit sein viel Fleißarbeit zu leisten. Es gab ein „Quiz“ (ein Test) am Anfang jeder Vorlesung, das für die Endnote relevant war. Hausarbeiten und Präsentationen, „Mid-Terms“ (Prüfungen, die mitten im Semester stattfinden) und „Finals“ (Abschlussprüfungen) gehörten auch dazu. Auf die Frage, ob die Kursarbeit anstrengend war, antwortete Lisa mit einem ganz klaren „Ja!“, allerdings sei es gar nicht so schlecht gewesen, denn „mit den ganzen Prüfungen hat man gut sehen können, woran man ist“, so Lisa.
(Bild links: Vom Mai bis August 2007 hat EBC Studentin Lisa Kranzusch ihr Auslandsemester an der Hawai’i Pacific University, die 2007 ihr 40. Jubiläum feierte, verbracht. Das Bild zeigt Lisa auf dem „Main Campus“. Bild rechts: Die Hauptstraße des Main Campus)
Für den Kurs Principles of Marketing musste Lisa mit einer Studentin aus Mexiko einen Businessplan erstellen, welcher zusätzlich zu dem Lernen im Fachgebiet auch ihre interkulturellen Kompetenzen gestärkt hat. Für die Präsentationen und Gruppenarbeit fühlte sich Lisa auf jeden Fall vorbereitet, da EBC-Studenten oft aufgefordert werden, in Teams zu arbeiten und zu präsentieren.
Man fühle sich in Hawaii sowieso gut aufgehoben. Die HPU veranstaltete einen Einführungstag, der von Frau Stephanie Demin, einer Deutschen, die bei der HPU arbeitet und für ausländische Studenten verantwortlich ist, durchgeführt wurde. Die Studenten haben sogar Frau Demins Handynummer bekommen, falls sie – Tag oder Nacht – dringend Hilfe gebraucht hätten. Außerdem gibt es dort einen Tutoring Center, wo Studenten kostenlose Lernhilfe erhalten können - meistens von einem älteren Studenten oder Professor, die auch bei der Überprüfung von Hausarbeiten auf Grammatik- oder Rechtschreibfehler Unterstützung geben.
Was die Freizeit betrifft, gäbe es sehr viele Möglichkeiten auf Hawai’i.
(Bild rechts: Das Berg Campus, wo das Klima „ganz anders“ war. „Dort war es oft bewölkt aber wunderschön“ kommentiert Lisa.)
„Als ich in Hawaii ankam, dachte ich mir ‚Irgendein Sport muss ich machen’. Dann habe ich die Kanus gesehen und dachte, ‚warum nicht?’. Ich suchte im Internet nach einem Kanuverein und habe gleich über 130 Vereine allein auf meiner Insel gefunden!“
Danach ging es „Welle auf“ für Lisa. Sie trainierte 3 Mal der Woche abends und am Wochenende für jeweils 3 Stunden. „Da kriegt man echte Muskeln in den Armen, aber auch im ganzen Körper!“ Es wird dem Trainer, den Lisa als „sympathisch aber hart“ bezeichnet, nachgesagt, dass er der beste Hula-Tänzer auf der ganzen Insel sei. Wenn man in Wettbewerben ganz vorne sein will, muss man eben hart arbeiten.



(Bild links: Lisas erstes Rennen! Mit einem „Outtrigger“ haben die Einwohner von Haiti Hawaii entdeckt. Heute ist Outtrigger fahren einer der wichtigsten Freizeitaktivitäten der Inselbewohner. Sechs Leute passen in das kanuartige„Outtrigger“, das immer ein „kleinen Arm“ (einen Ausleger) auf der linken Seite hat. Mitte: „Ab ins Wasser!“ Mit Wassertemperaturen bis zu bis 27 Grad tut es auch nicht weh, mal nass zu werden. Rechts: Die Anfänger-Mannschaft „Anuenue“ vor der Paina Regatta. Den Ruderclub findet man übrigens im Internet unter www.anuenue.com.)
Lisa war in die Anfänger-Mannschaft mit einer ausländischen Studentin aus Shanghai und einigen „Mainland“ Bewohner gekommen. Weil es auf Hawai’i im Sommer relativ früh dunkel wird, hat die Mannschaft oft bei Mondschein gepaddelt. Jeden Sonntag gab es ein Rennen und die Punkte, die die Mannschaften während der Sommersaison sammelten, wurden am Ende der Saison zusammengerechnet, um den Sieger zu ermitteln.
Das besondere am Kanufahren war, dass es den schnellen Zugang zu den Einheimischen ermöglicht hat, was an der Touristen überrannte Waikiki Beach nicht so einfach ist – für seine guten Surfwellen ist Waikiki Beach einer der bekanntesten Strände weltweit. Außerdem darf man so einige Fähigkeiten entwickeln, die fürs Leben sehr nützlich sind: Teamarbeit, Disziplin und Durchhaltevermögen.