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Interview Franziska Walther Konferenz Tokyo



Sie haben im März/April an einer Konferenz zur Nachhaltigkeit in Tokyo teilgenommen. Wie ist es dazu gekommen und warum waren Sie dort?
Der „Youth Encounter on Sustainability“ (YES JAPAN 2010) fand vom 24. März bis 9. April 2010 in an der Hosei University in Tokyo statt. Das internationale Studentenprogramm wurde von ACTIS (Activating Talent in Sustainability) veranstaltet, eine Organisation, die von Dr. Roger Baud ins Leben gerufen wurde. Seminare dieser Art finden seit 2000 statt.


Dadurch, dass ich meine Bachelor-Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit schreibe, hat mir Frau Elle dieses Seminar empfohlen, um einen tieferen Einstieg in das Thema zu finden und mich inspirieren zu lassen.
Vom EBC ist neben mir noch Florian Pöpleu mit in Tokyo gewesen.
Worum ging es genau bei dieser Konferenz?
Der YES-Kurs war ein Basiskurs für Studenten aus aller Welt, um einen Einblick in die verschiedenen Facetten zu bekommen, die alle etwas mit Nachhaltigkeit zu tun haben.
Das Seminar war in unterschiedliche Module wie Energie & Ressourcen, Wasserknappheit, Gesundheit und Ernährung, Wirtschaft und Management etc. unterteilt. Gastprofessoren von der ETH Zürich, dem MIT Boston, der TU Wien, der Universität St. Gallen und der Universität Tokyo haben Vorträge gehalten und mit uns zusammen Case Studies erarbeitet und Gruppendiskussionen durchgeführt.
Welche neue Erkenntnisse haben sie für sich persönlich und fachlich für Ihr Studium dadurch gewonnen?
Wir waren 37 Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Studienrichtungen und aus 19 verschiedenen Ländern. Persönlich war das Kennenlernen der anderen Teilnehmer allein schon eine unglaubliche Bereicherung und ich stehe mit vielen heute noch in Kontakt. Fachlich gesehen war es interessant, Aspekte der Nachhaltigkeit aus verschiedenen Modulen kennen zu lernen, über die ich vorher noch nicht so informiert war, andere aber ein beeindruckendes Fachwissen hatten. Dafür war es für mich erstaunlich zu sehen, dass manche keinerlei Grundlagen in wirtschaftlichen Bereichen hatten, die für Studenten des EBC’s zum Grundstudium gehören. 
Können Sie den Besuch derartiger Konferenzen - zumal der Aufwand dafür nicht unerheblich war - weiterempfehlen?
Ja – mein Aufenthalt in Tokyo war das Beste, was ich so kurz vor dem Abschluss meines Studiums machen konnte. Der finanzielle Aufwand und der zeitliche sind natürlich nicht zu unterschätzen, aber das Seminar war der ideale Ausgangspunkt für mich, ein weltweites Netzwerk aufzubauen, mit Leuten, die ähnliche Interessen haben und die sich in Zukunft sicher lohnen werden. Es ist erfrischend, für kurze Zeit einmal aus dem „Uni-Alltag“ herauszukommen. Ich bin sehr motiviert wieder zurück nach Hamburg gekommen und werde meine Bachelor-Arbeit jetzt hoffentlich erfolgreich fertigschreiben.
In welchem Stadium des Studiums befinden Sie sich gerade an der EBC Hochschule Hamburg und welche Zukunftspläne haben Sie?
Ich bin im 6. Semester des IBM China Studiengangs. Meine Zukunftspläne sind noch dabei, sich zu entwickeln. Zuerst einmal werde ich diesen Sommer in Kapstadt verbringen und am „Sustainability Institute“ ein Praktikum machen, zusammen mit einer Freundin, die ich in dem Seminar in Tokyo kennen gelernt habe.
Vielen Dank!